Die Geschichte

Das allererste Stück

Bevor es ein Sortiment gab, gab es einen einzigen Sud Seife auf einem Küchenherd in der Weststeiermark. Diese Seite erzählt, wie daraus eine Manufaktur wurde.

Gründerin der Manufaktur in der Werkstatt zwischen Seifenformen

Der Anfang

Ein Rezeptheft, ein Kochtopf und zu viel Kürbiskernöl im Keller.

Der erste Versuch entstand aus Neugier, nicht aus einem Businessplan. Ein überschüssiges Fass Kürbiskernöl aus der Nachbarschaft, ein altes Rezeptheft zur Seifensiederei und ein paar Abende Ausprobieren. Die erste Seife war grob, roch stärker nach Öl als geplant und hielt keine gerade Kante. Sie wurde trotzdem benutzt, bis das letzte Stück aufgebraucht war.

Aus diesem ersten Stück wurde eine Frage: Ob sich daraus etwas Verlässliches machen ließe, das nicht nur für den eigenen Haushalt taugt. Es folgten Monate mit Notizen zu Verseifungszahlen, unterschiedlichen Ölanteilen und der Frage, wie viel Zeit eine Seife tatsächlich zum Reifen braucht.

Vom Versuch zur Manufaktur

Wie aus einer Küche eine Werkstatt wurde.

Die Entwicklung verlief nicht geradlinig. Manche Chargen wurden verworfen, manche Zutaten wieder gestrichen. Was blieb, war die Entscheidung, bei wenigen Produkten zu bleiben und diese gründlich zu verstehen, statt das Sortiment schnell zu erweitern.

Erste Phase

Seifen im Kaltverfahren wurden zum Kernprodukt, weil sich hier die Wirkung des Kürbiskernöls am deutlichsten in Farbe und Duft zeigte.

Zweite Phase

Über einen Imker aus der Südsteiermark kam Bienenwachs ins Sortiment, zunächst für einen einzigen Lippenbalsam.

Dritte Phase

Badesalz mit Latschenkieferöl entstand aus dem Wunsch, ein Produkt für den Abend zu haben, das ohne Duftstoffzusätze auskommt.

Heute

Vier Produktgruppen, gefertigt in kleinen Chargen, mit Rohstoffen, deren Herkunft sich lückenlos zurückverfolgen lässt.

Der Name eines Rohstoffs

Warum Kürbiskernöl im Zentrum steht.

Steirisches Kürbiskernöl ist in der Region ein vertrauter Rohstoff, meist in der Küche. Für die Seifenherstellung ist es weniger üblich, weil es aufwendiger zu verarbeiten ist als neutralere Öle. Die dunkle Farbe des Öls färbt auch die fertige Seife und lässt sich nicht vollständig ausgleichen. Wir haben uns entschieden, das als Merkmal statt als Problem zu behandeln.

Der Bienenwachs für den Lippenbalsam stammt von zwei Imkereien, mit denen wir seit den ersten Chargen zusammenarbeiten. Die Menge, die wir abnehmen, ist überschaubar, was uns erlaubt, auf einzelne Ernten und deren Qualität einzugehen, statt große Mengen aus wechselnden Quellen zu beziehen.

Handgefertigte Seife in Papier verpackt auf Holztisch

Was uns wichtig ist

Klarheit statt großer Versprechen.

Nachvollziehbare Zutaten

Jede Rezeptur ist auf der Verpackung vollständig gelistet, ohne Sammelbegriffe für Duftmischungen.

Reduzierte Rezeptur

Wir verzichten auf Parabene und Silikone und halten die Zutatenliste bewusst kurz.

Ehrliche Beschreibung

Wir sprechen über Textur, Duft und Herkunft, nicht über medizinische oder therapeutische Wirkung.

Kurze Wege

Die meisten Rohstoffe stammen aus der Steiermark, was Lieferwege verkürzt und Rückfragen erleichtert.